CDU-Gemeindeverband Baltrum

Neue EU-Förderstrategie: CDU Baltrum fordert Insel-Perspektive

Der CDU Gemeindeverband Baltrum fordert, kleine Inselkommunen in der EU-Landesförderstrategie 2028 bis 2034 stärker zu berücksichtigen.

Der CDU Gemeindeverband Baltrum spricht sich im Rahmen der geplanten EU-Landesförderstrategie für die Förderperiode 2028 bis 2034 dafür aus, die besonderen Herausforderungen kleiner Inselkommunen stärker zu berücksichtigen. Aus Sicht des CDU-Gemeindeverbandes muss die künftige Förderpolitik des Landes Niedersachsen so gestaltet werden, dass sie nicht nur für große Städte und Festlandkommunen praktikabel ist, sondern auch für kleine Gemeinden mit besonderen strukturellen Bedingungen.

Baltrum ist als kleinste der bewohnten Ostfriesischen Inseln ein besonderer Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Die Gemeinde steht vor Aufgaben, die weit über ihre Größe hinausgehen: Küstenschutz, Klimaanpassung, bezahlbarer Wohnraum, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, nachhaltige Mobilität, Energieversorgung und der Erhalt der kommunalen Daseinsvorsorge.

Gerade deshalb ist es wichtig, dass die EU-Förderstrategie 2028 bis 2034 die Realität kleiner Inselgemeinden konkret berücksichtigt.

Förderprogramme müssen für kleine Kommunen erreichbar sein

Viele Förderprogramme verfolgen sinnvolle Ziele, sind in der praktischen Umsetzung für kleine Kommunen jedoch oft schwer zugänglich. Aufwendige Antragsverfahren, hohe Eigenanteile, umfangreiche Dokumentationspflichten und lange Bearbeitungszeiten können dazu führen, dass gerade kleinere Gemeinden benachteiligt werden.

Wir fordern deshalb einfachere und realistischere Förderzugänge für kleine Kommunen. Fördermittel dürfen nicht daran scheitern, dass kleine Verwaltungen personell nicht dieselben Möglichkeiten haben wie große Städte oder Landkreise.

Europäische Förderung muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird – auch auf den Inseln.

Inselgemeinden brauchen eine eigene Bedarfsperspektive

Projekte auf einer Insel sind häufig komplexer und kostenintensiver als vergleichbare Maßnahmen auf dem Festland. Materialtransport, tideabhängige Erreichbarkeit, begrenzte Flächen, Fachkräftemangel und besondere Anforderungen an Versorgung und Infrastruktur machen Investitionen schwieriger.

Deshalb sollte die EU-Landesförderstrategie Niedersachsen 2028 bis 2034 Insel- und Küstenräume stärker als eigene Bedarfskategorie betrachten. Eine Förderung, die nur von durchschnittlichen Festlandbedingungen ausgeht, wird den Herausforderungen auf Baltrum und den anderen Ostfriesischen Inseln nicht gerecht.

Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität auf Baltrum sichern

Für Baltrum geht es bei der kommenden Förderperiode nicht nur um einzelne Projekte, sondern um die langfristige Zukunftsfähigkeit der Insel. Wichtige Handlungsfelder sind aus Sicht der CDU Baltrum:

  • Küstenschutz und Klimaanpassung
  • nachhaltiger Tourismus
  • bezahlbarer Wohnraum
  • moderne Infrastruktur
  • Digitalisierung
  • Energieeffizienz und Versorgungssicherheit
  • medizinische Versorgung
  • Bildung, Ehrenamt und Daseinsvorsorge

Diese Themen entscheiden darüber, ob Baltrum auch in Zukunft ein lebenswerter Wohnort, ein attraktiver Urlaubsort und ein starker Teil Niedersachsens bleibt.

CDU Gemeinderverband Baltrum begrüßt Beteiligungsprozess des Landes

Die CDU Baltrum begrüßt, dass das Land Niedersachsen die neue EU-Landesförderstrategie 2028 bis 2034 frühzeitig vorbereitet und einen Beteiligungsprozess angestoßen hat. Gleichzeitig ist klar: Die Perspektive kleiner Gemeinden und Inselkommunen darf nicht nur angehört werden. Sie muss sich konkret in den Förderbedingungen wiederfinden.

„Europa wirkt dort am stärksten, wo Förderung konkret vor Ort ankommt. Für Baltrum heißt das: Förderprogramme müssen praktikabel, erreichbar und auf unsere besondere Insellage zugeschnitten sein“, erklärt der CDU-Gemeindeverband Baltrum.

EU-Förderperiode 2028 bis 2034 als Chance für Baltrum nutzen

Die neue EU-Förderperiode 2028 bis 2034 bietet eine wichtige Chance, ländliche Räume, Küstenregionen und Inselgemeinden nachhaltig zu stärken. Baltrum steht beispielhaft für viele kleine Orte, die große Verantwortung tragen: für Bürgerinnen und Bürger, für Gäste, für Natur und Küstenschutz sowie für eine lebenswerte Zukunft im ländlichen Raum.

Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass die besonderen Anforderungen der Inseln in der EU-Landesförderstrategie des Landes Niedersachsen sichtbar, verbindlich und praktisch umsetzbar berücksichtigt werden.